Beiträge in der Kategorie "Bibliometrie"
Vor einigen Wochen habe ich über
Scopus TopCited berichtet. Die kostenlose Dienstleistung listet für 26 Fachbereiche die 20 meistzitierten Artikel auf und ist ein gelungenes Anwendungsbeispiel für das
Scopus Application Program Interface (API). Das API erlaubt die Recherche in der multidisziplinären Datenbank und die Integration der Suchergebnisse in eigene Applikationen oder Webseiten.
Die Nutzung des Scopus API steht jedermann offen und ist kostenlos. Die Recherche über das API setzt lediglich einen Developer Key voraus, der nach der Registrierung per E-Mail zugeschickt wird. Wird das API von einer IP-Adresse aufgerufen, die bei Scopus nicht als Abonnent eingetragen ist, so sind zwei Einschränkungen in Kauf zu nehmen: Es können maximal 20 Suchergebnisse angezeigt werden (2’000 Suchergebnisse für Abonnenten) und die komplette Liste der Autoren sowie die Zusammenfassung sind nicht verfügbar.
Das Scopus API eröffnet viele Möglichkeiten. Mit dem Scopus API können beispielsweise die Zitierhäufigkeiten von Publikationen ermittelt werden und das kostenlos! Klar, in JavaScript zu programmieren, ist nicht jedermanns Sache. Deshalb habe ich mich ins Zeug gelegt und eine einfache
Suchmaske programmiert. Vorerst ermittelt das Script die Zitierhäufigkeit nur für Publikationen, die in Scopus selbst indexiert sind.
Link:
Siehe auch:
Thomson hat für umgerechnet 13 Milliarden Euro die Nachrichtenagentur Reuters übernommen. Die Fusion zieht eine Namensänderung nach sich: Aus Thomson Scientific wird Thomson Reuters.
Die alte Internetadresse der Einheit Scientific ist im Moment noch funktionstüchtig, trotzdem empfiehlt es sich, in seinen Lesezeichen die Internetadresse zu aktualisieren:
http://scientific.thomsonreuters.com
[via medinfo]
Links:
Im Abstand von zwei Jahren beschreibt die US-amerikanische
National Science Foundation in einem umfangreichen Bericht die nationalen und internationalen Entwicklungen in Wissenschaft und Technik (siehe
Science and Engineering Indicators). Der Bericht für das Jahr 2008 umfasst 588 Seiten, der Anhang ist mit 576 Seiten nicht minder gewichtig. In
Kapitel 5 sind interessante Ergebnisse zu Publikationen und Patenten zu finden.
Der Bericht ist kostenlos und kann als pdf-Datei heruntergeladen werden:
- Science and Engineering Indicators 2008, Volume 1 [pdf, 15.6MB]
- Science and Engineering Indicators 2008, Volume 2 [pdf, 6.2MB]
Thomson Scientific hat eine Umfrage zur neuen Suchoberfläche von
Web of Knowledge gestartet. Neben Fragen zur Benutzung von
Web of Knowledge interessiert sich Thomson Scientific für Verbesserungsvorschläge und für das Bedürfnis nach weiteren Funktionen. Die Umfrage dauert 5-10 Minuten und ist unter
http://vovici.com/wsb.dll/s/10812g322c0 erreichbar.
Als vordringlich erachte ich weitere Suchoptionen in der erweiterten Suche von
Web of Science, z.B. nach Fachgebiet (SC = Subject Category) oder der eindeutigen Identifikationsnummer von Dokumenten (UT = Thomson Unique Article Identifier). Die derzeitige Einschränkung auf einige wenige Suchoptionen ist ärgerlich und unverständlich, sind doch über den Datenbankanbieter
STN International sämtliche Felder im
Science Citation Index suchbar (vgl. STN Database Summary Sheet zu
SCISEARCH). Auf meinem Wunschzettel steht ausserdem die Möglichkeit, sich die Zitierhäufigkeiten der einzelnen Publikationen im
Citation Report ohne Selbstzitierungen anzeigen zu lassen.
Siehe auch:
Wer fehlerhafte Angaben in den Literatur- und Patentdatenbanken von Thomson Scientific berichtigen wollte, hat beim Datenbankproduzenten jahrzehntelang auf Granit gebissen. In den Zitationsdatenbanken sind Fehler in den bibliographischen Angaben besonders ärgerlich, da dadurch Zitierungen verloren gehen. Doch die Zeiten ändern sich und Thomson Scientific ändert sich (glücklicherweise) mit ihnen.
Mit einem
Web-Formular können nun Änderungswünsche an Thomson Scientific übermittelt werden. Unter Web of Knowledge wird in Datenbanken wie Web of Science, Current Contents Connect oder Derwent Innovations Index bei der Anzeige einer einzelnen Publikation in der rechten Spalte auf die Möglichkeit, fehlerhafte Angaben berichtigen zu lassen, hingewiesen.
Änderungswünsche nimmt Thomson Scientific verständlicherweise nur für seine eigenen Datenbanken entgegen (die bibliographische Datenbank INSPEC gehört beispielsweise nicht dazu).
Dass Thomson Scientific die Bereitschaft zeigt, fehlerhafte Angaben zu korrigieren und damit die Qualität der angebotenen Daten zu verbessern, ist auf jeden Fall erfreulich.