Ask.com wird zur Frage-und-Antwort-Seite

Ask.com stellt nun endgültig seine Suchmaschinen-Aktivitäten ein. Unter Gary Price hatte die Suchmaschine von 2006 an zunächst Fahrt aufgenommen und sich zu einer interessanten Alternative zu Google und Yahoo entwickelt. Leider kam es trotz dieses Erfolges zu finanziellen Engpässen, da die Dominanz von Google auf dem Suchmaschinen-Werbemarkt einfach zu stark war. Daraufhin entschied sich die Unternehmensleitung, im Frühjahr 2008 eine Richtungsänderung vorzunehmen, die leider auch bedeutete, dass Gary Price sowie 40 weitere Mitarbeiter gehen mussten. Man entschied sich dafür, Ask.com zu einer Nischen-Suchmaschine für eine bestimmte Zielgruppe auszubauen. Nun ist auch dieses Konzept gescheitert und Ask.com gab nun bekannt, dass es sich aus dem Suchmaschinen-Geschäft endgültig zurückziehen will. Die Süddeutsche zitiert den Internet-Unternehmer Barry Diller mit den Worten: “Wir haben in den vergangenen Jahren festgestellt, dass man mit Google nicht direkt konkurrieren kann”.

Von nun an will Ask.com als Frage-und-Antwort-Seite sein Glück versuchen, aber auch dieser Markt ist schon recht gesättigt. Die Zeit wird zeigen, wie sich dieser erneute Richtungswechsel bewähren wird.

Bleibt also hier die Frage: Wer wird in Zukunft eine Alternative zu Google bieten? Yahoo, der einzige ebenbürtige Konkurrent, ist nun Teil von Microsoft und wird ab Anfang des Jahres auch in Deutschland mit Bing-Technologie arbeiten. Wie sich dies auf die Performance auswirken wird, ist abzuwarten. Bing selbst überzeugt in Deutschland bisher wenig. Ask.com ist endgültig von der Bühne abgetreten. Es bleibt also spannend…
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