Informationsbeschaffung und Abwehr von Angriffen - Presserechtskonferenz des netzwerk recherche
“Rechercheure zwischen Freiheit und Gängelung” - unter diesem Motto steht die Fachkonferenz zum Thema Presserecht von Fr.-So., 29. bis 31. Oktober in Dortmund, zu der das netzwerk recherche einlädt.
Zu den Referenten zählt Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger, die eine Grundsatzrede zur Pressefreiheit halten wird. Cicero-Anwalt Alexander Sättele spricht über die Delikte “Beihilfe zum Geheimnisverrat” und “Bruch des vertraulichen Wortes” und erklärt, wie sich Journalisten gegen entsprechende Vorwürfe wehren können. Greenpeace-Rechercheur Dr. Manfred Redelfs gibt Praxis-Tipps, wie man die allgemeinen Informationsrechte nutzen kann, um an Originaldokumente zu gelangen.
Weitere Informationen und das vollständige Programm unter:
http://presserecht.netzwerkrecherche.de/ .
Anmeldung ausschließlich über das Online-Formular unter
https://www.ssl-id.de/netzwerkrecherche.de/anmeldform/ .
Bitte machen Sie auch Ihre Kolleginnen und Kollegen auf die Veranstaltung aufmerksam!
Suchmaschinenoptimierung: Wie Kunden sich das denken
Das ist eine zu nette Stelle in dem Weblog “Clients from Hell”, als dass man sie hier nicht bringen sollte! Sagt der Kunde zum Webpublisher:
“Please erase all other google search results showing our competitors websites immediately. If you cannot do this, well be forced to take legal action against you.”
Übersetzt: Entfernen Sie alle Ergebnisse in Google, die auf Webseiten unserer Wettbewerber verweisen. Wenn Sie das nicht können, werden wir rechtlich gegen Sie vorgehen!
Und die Suche wird zum spielerischen Ausprobieren
www.alernia.de bietet eine alternative Methode der webbasierten Informationssuche. Im Wesentlichen besteht diese aus einer Applikation, die mit möglichst viel tastaturbasiertem Komfort in einem einzigen Eingabefeld eine enorme Anzahl von Suchmaschinen, Lexika und anderer Quellen - darunter Menschen - zur freien Auswahl zur Verfügung stellt und dabei zugleich als virtueller Browser und Anonymizer dient.
Es fällt sofort auf: das Menü, das während der Eingabe im Suchfeld aufklappt. Es bietet die Wahl an, in welcher Quelle die gewünschten Begriffe gesucht werden sollen.
Angezeigt werden Google-Suchergebnisse, jedoch etwas anders aufbereitet und dargestellt. Sie enthalten z. B. weniger Bilder- oder Shoppinghinweise, dafür werden auf einer Seite doppelt so viele Ergebnisse wie in der Google-Standardeinstellung angezeigt. Neben Google, lassen sich in «alernia» auch andere Suchmaschinen wie Bing, Yahoo oder ixquick direkt ansteuern (Web & Text > Web allgemein per?).
Im Vergleich zu Google sind die Eingabevorschläge spärlich. Dafür merkt sich «alernia» bereits getätigte häufige Eingaben der Vergangenheit und zeigt sie in den Vorschlägen an (letzteres sucht man bei Google oder der deutschen Version von Bing derzeit vergeblich).
Die zahlreichen Funktionen, die «alernia» bietet, verleiten zu spielerischem Ausprobieren. So z. B. die Unteroption Lexikales > Enzyklopädien > Web (alernia-Modus), welche das Internet per se als Lexikon benutzt und manchmal wertvolle Ergänzungen zu dem, was Wikipedia hergibt, bietet (z.B. bei Französische Revolution, Reguläre Ausdrücke).
Via Option Intelligenz kann man seine Frage im Expertenforum von «alernia» veröffentlichen lassen.
«Alernia» kann benutzt werden wie ein Browser. Dass die Eingabetube im Vordergrund sichtbar bleibt sowie mehrere Menüfenster plötzlich aufklappen, ist allerdings gewöhnungsbedürftig. Gibt man einen Domainnamen in das Suchfeld ein, z.B. (yahoo.de), werden keine Suchergebnisse, sondern die dazugehörige Webseite selbst angezeigt, ohne dass das Eingabefeld verschwindet. Gibt man den Domainnamen in runde Klammern eingefasst ein, wird die dazugehörige Seite automatisch per Proxy, also anonym, angesurft. Das hat den Nebeneffekt, dass viele gesperrte Youtube-Videos wieder zum Laufen gebracht werden können.
Laut seinem Weblog befindet sich «alernia» noch im Alpha-Stadium, was man dem Projekt auch hier und da auch anmerkt. Es kann dem User jedoch Arbeitsschritte verkürzen und ihn an Informationen gelangen lassen, die sonst nur umständlich oder für den durchschnittlichen Websurfer gar nicht erreichbar wären. Eine Unterstützung weiterer Browser außer Mozilla Firefox und Internet Explorer wäre wünschenswert.
Dieser Artikel wurde uns von einem Gastautor zur Verfügung gestellt.
Personensuche-Interface für die deutsche Wikipedia
In der Wikipedia nach Personen zu suchen ist leicht! Man gibt den Namen in das Suchfenster, schickt das ab und arbeitet dann die Ergebnisliste durch. Hier findet man dann sowohl (falls vorhanden) Artikel zu den gesuchten Personen als auch Stellen, in denen sie genannt werden. Dennoch finde ich dieses Interface
sehr gelungen, weil man damit nach bestimmten Merkmalen oder Lebensdaten suchen kann. Die Ergebnisliste
bietet zunächst kurze Angaben, bevor man zum Artikel durchgereicht wird. Und man sieht hier: Es funktioniert nur die Suche nach Artikeln zu den gesuchten Personen.
Google Scholar: Eingeschränkte Suche möglich
Zuerst war es beim internationalen
Google Scholar möglich, jetzt auch
beim deutschen: Man kann jetzt eine Suche innerhalb eines Zitatbereiches durchführen! Das sieht dann so aus: Man führt eine Suche durch und bekommt eine Ergebnisdarstellung wie hier,
wählt die Zitate eines Werkes in der Ergebnisdarstellung aus und kann dann innerhalb dieser Zitate mit einem neuen Suchwort recherchieren,
Eine schöne Einschränkungsmöglichkeit, wenngleich sie nicht exakt ist, denn der neue Suchbegriff wird nur in den Daten in Scholar gesucht, nicht im Volltext
aller Ergebnisse. Wahrscheinlich sind die Zitatstellen mit dabei, die PDFs teilweise, je nachdem, wie lang sie sind, Webseiten ganz, Bücher teilweise (soweit sie auch in Google Books aufgenommen sind, sonst nicht) und Aufsätze aus lizensierten Angeboten nicht.