Es wird wohl nie ein vollständiges Verzeichnis freier Software im Internet geben. Einen guten Anfang macht das “Directory of Open Source and Free Software” von JISC Digital Media. Bleibt zu hoffen, dass es fleissig fortgeführt wird.
Link:
http://www.jiscdigitalmedia.ac.uk/crossmedia/table/open-source-and-free-software-directory/
Nichts ist älter als die Zeitung von vor 200 Jahren - aber darin kann man ruhig nochmal mit Interesse schnüstern. 1810 erschienen erstmals die “Berliner Abendblätter”, die erste Tageszeitung in Deutschland. Welch ungeheures Tempo der Nachrichtenübermittlung - über Brandstiftung wird berichtet, während die Häuser noch lodern: “In Lichtenberg brennt in diesem Augenblick (10 Uhr Morgens) ein Bauernhof.”
Redaktionell betreut wurde diese Innovation von Heinrich von Kleist. Die meisten Exemplare von damals sind verloren gegangen (womöglich beim Transport von Fischen). Überliefert wurden die werktäglich erscheinenden Quartbögen nur deshalb, weil die Brüder Grimm, Abonnenten derselben in Göttingen, sie fleißig sammelten und archivierten.
1810 - damals lebte und herrschte Napoleon, der in der ersten Ausgabe auch erwähnt wird. Eine Ausgabe kostete 8 Pfennige und war abzuholen “hinter der katholischen Kirche Nr. 3. zwei Treppen hoch”. Aber lesen Sie selbst:
Von diesem Blatte erscheint t ä g l i c h, mit Ausschluß des Sonn=
tags, ein Viertätbogen, und wird in der Stunde von 5-6 Uhr Abends
in der Expedition desselben, hinter der katholischen Kirche Nr. 3. zwei
Treppen hoch, ausgegeben. Das Abonnement beträgt vierteljährig,
also für 72 Stück, a c h t z e h n Groschen klingendes Courant, das
einzelne Blatt dagegen kostet 8 Pf. Den Interessenten des Herrn
B u c h a l s k y kann es durch diesen ins Haus geschickt werden; Aus=
wärtige, dies es mit den Zeitungen zugleich zu erhalten wünschen,
belieben sich an das hiesige Königl. Hof= Postamt zu wenden. Die
Expedition an die Buchhandlungen, jedoch nur in Monatsheften, hat
der hiesige Buchhändler, J. E. Hitzig übernommen.
Berlin, den 1. October 1810. D i e R e d a c t i o n.
Heute geht das einfacher, denn man kann die Zeitung jetzt frei Haus beziehen - als PDF-Dateien per E-Mail. Dazu muss man sich (kostenfrei) in eine Mailingliste eintragen, und schon bekommt man täglich eine 200 Jahre alte Zeitung per Mail “expediert”. Die Idee für dies Projekt stammt von Roland Borgards, Professor für deutsche Literaturgeschichte an der Uni Würzburg. Die “Berliner Abendblätter” erschienen etwa 1/2 Jahr, so wird auch die Mailingliste nicht ewig senden.
Jubiläumsausgabe: Heinrich von Kleists Berliner Abendblätter als e-Post
http://www.ndl2.germanistik.uni-wuerzburg.de/mitarbeiter/borgards/kleist_berliner_abendblaetter/ .
Mailingliste Berliner Abendblätter
https://lists.uni-wuerzburg.de/mailman/listinfo/berliner.abendblaetter .
Den Grossteil seines Inventars - 90 Prozent der Bestände, gegen eine halbe Million Datensätze - veröffentlicht das Bernische Staatsarchiv im Internet. Es können u.a. rund 30000 Fotos und Postkarten aus den letzten Jahrhunderten betrachtet werden.
Link:
http://www.be.ch/onlinearchiv
Die IP-Werkzeuge “My IP”, “IP Lookup”, “Reverse IP”, “Hide IP”, “Whois” und “Trace Email” werden hier kompakt auf einer Seite angeboten:
http://www.ipaddress.com/