In den beiden Beiträgen
“Bibliometrie - Forschungsleistung auf dem Prüfstand” und
“Referenzwerte und Normierung der Zitierhäufigkeit” wurden bibliometrische Indikatoren vorgestellt, die in der Forschungsevaluation zur Bewertung der wissenschaftlichen Leistungen von Universitäten, Instituten und Forschungsgruppen herangezogen werden.
Jorge Hirsch, Physikprofessor an der Universität California, San Diego, hat mit dem
h-Index ein quantitatives Mass vorgeschlagen, um die Forschungsleistungen einer einzelnen Wissenschaftlerin bzw. eines einzelnen Wissenschaftlers zu charakterisieren (Hirsch, 2005; siehe auch Ball, 2005). Der
h-Index hängt sowohl von der Anzahl der Publikationen einer Wissenschaftlerin bzw. eines Wissenschaftlers als auch von deren Resonanz in der Fachwelt ab:
“A scientist has index h if h of his/her Np papers have at least h citations each, and the other (Np-h) papers have fewer than h citations each” (Hirsch, 2005, S. 1).
Der
h-Index hat gegenüber anderen bibliometrischen Indikatoren einige Vorteile. So wird der
h-Index beispielsweise weniger stark durch einzelne herausragende und hoch zitierte Beiträge beeinflusst. Nach Auffassung von Hirsch sind Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler mit einem ähnlichem Wert für den
h-Index bezüglich der Wirkung ihrer Publikationen in der Fachwelt vergleichbar. Dabei ist wie bei allen bibliometrischen Indikatoren zu beachten, dass sich die Publikations- und Zitiergepflogenheiten zwischen den Fachgebieten unterscheiden.
Literatur:
- Ball, P. (2005). Index aims for fair ranking of scientists. Nature, 436 (7053), 900.
- Hirsch, J. E. (2005). Hirsch, J. E. (2005). An index to quantify an individual’s scientific research output. Proceedings of the National Academy of Sciences of the United States of America, 102(46), 16569-16572. Pre-Print verfügbar unter http://arxiv.org/abs/physics/0508025
[aktualisiert am 8.12.2006]