Für den Bereich des fremdkostenlosen Infomonitorings bietet ein
Google Account manigfaltige Möglichkeiten. So können als Beispiel im
Google Reader einzelne Einträge oder auch ganze Themengruppen für einen kleineren oder grösseren Benutzerkreis zugänglich gemacht werden.
Als Demonstration habe ich die Inhaltsverzeichnisse einiger wichtiger Fachzeitschriften “Chemie” verarbeitet. Die interessierten Leserinnen und Leser des Recherchenblogs können sich auf diesem Weg aktuell ins Bild setzen in folgenden Bereichen:
Synthese - Analytik - Pharma - Umweltchemie
Eigentlich wollte ich gerne einen Beitrag zur
neuen Präsentations-Suchmaschine Slidefinder verfassen, doch Wolfgang
Schumann ist mir
im Agora Wissen-Weblog schon um einen Monat zuvorgekommen. Da brauche ich das Rad nicht neu erfinden!
Vielleicht kurz neben diesem Verweis ein Hinweis darauf, was das soll. Wolfgang
Schumann schreibt:
Präsentationen sind darauf angelegt, Informationen in komprimierter und für das Publikum aufbereiteter Form zu vermitteln und können es so ermöglichen, sich Inhalte sehr viel schneller anzueignen als mit der Lektüre umfangreicher Aufsätze oder gar Monografien. Das gilt umso mehr, wenn Sie gelungene Visualisierungen enthalten, die im übrigen natürlich auch diesbezügliche Anregungen für die eigene Arbeit vermitteln können.
Genau darauf würde ich auch verweisen! Bei einer Präsentation kann man davon ausgehen, dass der Inhalt auf das Wesentliche fokussiert ist und dass daher Sachverhalte besonders stringent, aber auch kurz und bündig dargestellt sind. Ausserdem kann man davon ausgehen, dass der Stoff mehr durchdrungen ist als bei anderen Text- und Medienformen. Insofern würde ich bei einer thematischen Suche, deren Ergebnisse ausufern, immer auch eine thematische Suche nach Präsentationen einschieben.
Was die Suchmaschine freilich nicht bietet, ist die Lieferung von Ergänzungen zu Suchabfragen, welche sich als ergiebig herausgestellt haben. Solches kann man wieder bei dem Präsentations-Speicherdienst
Slideshare einrichten, wo einem dann in schöner Folge die neu ergänzten Präsentationen zur Suchabfrage im RSS-Reader erwarten.
Zumindest eine Wiederbelebung ist zu vermelden: Unter “Abgesänge 1” wurde das Ableben von
OAIster beklagt. Diese Metasuchmaschine für Repositorien weltweit erschloss die dort abgelegten Text- und anderen Dokumente. Nachdem der Datenbestand in den WorldCat integriert wurde, war er seitdem nur zusammen mit anderen in WorldCat nachgewiesenen Beständen recherchierbar. Jetzt gibt es - nicht zuletzt aufgrund Protesten - eine eigene Suchoberfläche unter
http://oaister.worldcat.org/, und man kann die Perlen wieder finden, besonders natürlich, wenn man die
erweiterte Suchoberfläche verwendet!
Drei Jahre lang wurde das Blog “The Most Wonderful Search Engines Youve Never Seen”, kurz:
alt.searchengines, von
Charles Knight publiziert. Es war erfrischend, weil es Ausblicke über die Google-Welt hinaus bot, es war instruierend, weil es immer wieder Gastbeiträge zum Semantischen Web brachte und es war zum Teil zuviel, weil sehr viele Suchmaschinen vorgestellt wurden, zum Teil mit deutlichem Werbe-Bezug.
Charles
Knight ist nun eine Hausnummer weitergezogen und betreut nun
im kollektiven Weblog “The Next Web” die Kategorie “Suche”.
Sein letzter Eintrag bezieht sich auf “Per Anhalter durch die Galaxis”, der sichtbare Titel heißt “Charles hat das Gebäude verlassen”, im RSS-Feed sieht man auch einen früheren Titel “Danke für den Fisch” ... Danke, Charles, für Hinweise wie die auf
Kosmix,
Middlespot,
Feedmil,
iSeek Education,
Linguee und viele andere spannende Tipps!
Unter der URL
mashable.com ist ein Blog zu finden, der sich ausschliesslich mit News aus den Bereichen Web 2.0 und sozialen Medien befasst. Besonders gefällt mir der
Artikel über mehr als 100 Websites, die Google Maps zur Darstellung anderer Inhalte verwenden (z.B.
imapweather, wo wiederum lokale Wettervorhersagen mit Google Maps angezeigt werden).