Liebe Leserinnen und Leser.
Die Autorenaktivität auf diesem Blog ist in letzter Zeit immer geringer geworden. Meist werbeorientierte und Spam-Kommentare geben nur noch unerwünschte Arbeit. Wir verantwortlichen Administratoren sind immer mehr anderweitig absorbiert. Dies nur einige der Gründe, weshalb wir heute den aktiven Betrieb einstellen.
recherchenblog.ch wird jedoch als nützliches Archiv und Nachschlagewerk weitergeführt.
Es war eine spannende Zeit für uns alle, und wir danken euch herzlich für die Zusammenarbeit.
Bei
Prof. Hobohm von der FH Potsdam vor längerer Zeit gesehen und seitdem in Betrieb: Zwei Twitter-Zugänge
Delicious Over 300 und
Delicious Over 500. Hier werden die Links getwittert, die in Delicious 300 bzw. 500 Einträge erreicht haben. Sehr interessant zu beobachten! Ich habe schon mehrere gute Tipps in den verschiedensten Gebieten darüber bekommen. Vorhin beispielsweise kam der
Link zum Livestream von AlJazeera herein, der Neuigkeiten zu den revolutionären Vorgängen in Ägypten bringen.
Ich gestehe: Nachdem ein netter Kollege mich vor Weihnachten über Twitter
auf den Blogeintrag in SearchReSearch aufmerksam machte, in dem erstmals das beschrieben wurde, habe ich es schleifen lassen. Jetzt hat Phil Bradley die Sache entdeckt
und in seiner unnachahmlich guten Art und Weise das Vorgehen beschrieben.
Kurz: Es gibt die Möglichkeit, bei einer Google-Suche anzugeben, in welcher Entfernung die Begriffe voneinander stehen dürfen. Der Operator heißt nicht NEAR, wie man in früher als Pseudo-Boole’schen Operator angegeben hat, sondern AROUND und es wird in Klammern als Zahl die maximale Entfernung in Wörtern angegeben, welche die beiden Begriffe haben dürfen. Das ist natürlich ein Fortschritt, nur funktioniert es bei der allgemeinen Google-Suchmaschine nicht so exakt wie gewollt, wie Phil Bradley anmahnt und schon in den Kommentaren zum ursprünglichen Artikel bei SearchReSearch ebenfalls zu lesen ist. Das Verändern der Zahl führt nicht zu einer entsprechenden Veränderung der Anzahl der angegebenen Ergebnisse.
Da die Google-Syntax aber bei allen verschiedenen Google-Suchdiensten anwendbar ist, kann man diesen Operator auch bei Google Books oder Google News anwenden. Da funktioniert es nach meinen Versuchen sehr gut!
Google Ngram ist ein Tool aus GoogleLabs, mit dessen Hilfe man die Entwicklung mehrerer Begriffe über bestimmte Perioden sich anzeigen lassen kann. Hier zum Beispiel die Entwicklung der Begriffe Bibliothek (blau) und Bücherei (rot) seit 1800:
Ask.com stellt nun endgültig seine Suchmaschinen-Aktivitäten ein. Unter Gary Price hatte die Suchmaschine von 2006 an zunächst Fahrt aufgenommen und sich zu einer interessanten Alternative zu Google und Yahoo entwickelt. Leider kam es trotz dieses Erfolges zu finanziellen Engpässen, da die Dominanz von Google auf dem Suchmaschinen-Werbemarkt einfach zu stark war. Daraufhin entschied sich die Unternehmensleitung, im Frühjahr 2008 eine Richtungsänderung vorzunehmen, die leider auch bedeutete, dass Gary Price sowie 40 weitere Mitarbeiter gehen mussten.
Man entschied sich dafür, Ask.com zu einer Nischen-Suchmaschine für eine bestimmte Zielgruppe auszubauen. Nun ist auch dieses Konzept gescheitert und Ask.com gab nun bekannt, dass es sich aus dem Suchmaschinen-Geschäft endgültig zurückziehen will. Die
Süddeutsche zitiert den Internet-Unternehmer Barry Diller mit den Worten: “Wir haben in den vergangenen Jahren festgestellt, dass man mit Google nicht direkt konkurrieren kann”.
Von nun an will Ask.com als Frage-und-Antwort-Seite sein Glück versuchen, aber auch dieser Markt ist schon recht gesättigt. Die Zeit wird zeigen, wie sich dieser erneute Richtungswechsel bewähren wird.
Bleibt also hier die Frage: Wer wird in Zukunft eine Alternative zu Google bieten? Yahoo, der einzige ebenbürtige Konkurrent, ist nun Teil von Microsoft und wird ab Anfang des Jahres auch in Deutschland mit Bing-Technologie arbeiten. Wie sich dies auf die Performance auswirken wird, ist abzuwarten. Bing selbst überzeugt in Deutschland bisher wenig. Ask.com ist endgültig von der Bühne abgetreten. Es bleibt also spannend